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Liebe Gemeinde,


beim Verstauen unserer Fotoalben in den ersten Umzugskartons, fällt mein Blick auf ein Foto von mir und meinem Mann Markus bei unserem Einzug ins Pfarrhaus. Die Posaunenchöre sind darauf zu sehen. Ich erinnere mich an Mitglieder des Kirchenvorstands, die Mut machende Worte sagten und mir herzlich die Hände schüttelten. Viele liebe Menschen, die uns hier in der Gemeinde willkommen geheißen haben. Ich hatte mich gerade für das Ständchen bedankt und halte einen Blumenstrauß in den Händen. Strahle über das ganze Gesicht. Der Brauch, die neue Pfarrerin zu begrüßen, war mir bis dahin unbekannt gewesen.
Ich war damals sehr dankbar über den netten Empfang, glücklich über die vielen Begegnungen und neugierig darauf, was die kommende Zeit bringen würde. Ich weiß noch, dass ich damals am Abend dafür gebetet habe, dass Gott mir die nötige Kraft und Besonnenheit für die kommende Zeit geben möge.
Nun ist es an der Zeit Abschied zu nehmen. Beim Betrachten des Fotos habe ich einen Kloß im Hals und ich bin mir sicher, ich werde noch die ein oder andere Träne vergießen. Zu sehr habe ich viele Menschen, Orte und Traditionen hier liebgewonnen. So viel Schönes ist hier passiert. Dienstlich und auch privat. Hier in der Kirchengemeinde haben wir schließlich auch unsere Tochter Elena in ihren ersten Jahren aufwachsen sehen.
Zu unserem Abschied werden wieder die Posaunenchöre spielen, fröhliche Lieder in Erinnerung an die schöne Zeit – mit einem Hauch von Melancholie. Wieder wird es ein paar Worte geben. Von meiner Seite aus sind es Worte des Dankes, auch wenn ich den bei so manchem meiner Helferlein gar nicht in Worte fassen kann, so groß war manche stille, bescheidene Hilfe.
Ich habe mir aber trotz aller Wehmut vorgenommen, mit den gleichen Gefühlen zu gehen, mit denen ich am Tage unseres Einzugs gekommen bin. Mit der Dankbarkeit über die Begegnungen, über Kontakte und sogar die echten Freundschaften, die wir hier in den letzten vier Jahren hatten und die wir hoffentlich auch in Zukunft noch haben werden. Glücklich über so vieles, was wir in den vergangenen Jahren gemeinsam als Kirchengemeinde geschaffen haben. Neugierig, darauf, was die kommende Zeit bringen wird. Und dem festen Vertrauen, dem Gebet, dass Gott all unsere Wege begleitet.
In diesem Sinne – vertraut den neuen Wegen!
Das wünscht Ihnen Ihre

Pfarrerin Lisa Heußner mit Familie